2015/04 Dortmund



Prüfungsprotokoll April 2015 Dortmund

 

Gedächtnisprotokoll zur mündlichen Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Datum: 15.04.2015

Ort: Gesundheitsamt Dortmund

Prüfer: Herr Dr. Biermann und 2 Heilpraktikerinnen als Beisitzer

Herr Dr. Biermann war sehr nett, die Gesprächsatmosphäre war sehr angenehm.

Erste Frage von Dr. Biermann

Was können Sie mir zum Aufbau des ZNS sagen?

Antwort:

Anatomisch: ZNS = Gehirn, Rückenmark, Peripheres NS mit 12 Gehirnnervenpaaren und

31 Spinalnervenpaaren

Funktional: Willkürliches Nervensystem und Unwillkürliches NS mit Sympathikus und

Parasympathikus

Diese kurze Darstellung hat ihm gereicht.

Zweite Frage von Dr. Biermann

Hier ging es um Suizid. Das Thema wurde anhand von Fallbeispielen sehr detailliert

erörtert. Kurze Darstellung:

Wie sieht eine Krisenintervention aus und wie lange Dauert diese? (20-30 Minuten)

Welche Fragen stellen Sie um festzustellen ob die Suizidgefahr akut ist?

Patient lasst sich distanzieren, was tun sie jetzt? (engmaschig einbestellen, Notfallkoffer)

Patient lasst sich nicht distanzieren → freiwillige Einweisung in Psychiatrische Klinik

Wie gehen Sie dabei vor?

→ Rettungswagen rufen und die Sanitäter unterrichten das der Patient suizidal gefährdet

ist und unter Aufsicht bis zum Arzt in der Psychiatrischen Klinik gebracht werden muss.

Fluchtet Patient oder muss aufgrund von Aggressivität frei gelassen werden müssen die

Rettungssanitäter die Polizei verständigen.

Patient will nicht freiwillig in Klinik gehen:

Einweisen nach PsychKG (Psychisch-Krankengesetz NRW). Hier habe ich mich erkundigt

wie genau der Ablauf in meinem Ort ist (weil ich hier meine Praxis eröffnen werde) und

diesen dargelegt.

Dann gab Herr Biermann an die erste Beisitzerin ab.

Erste Frage Beisitzerin

Was gehört alles zum Psychopathologischen Befund?

Ich habe anhand des Kunstwortes „EV BOGADI WICAPAS“ alles aufgelistet:

Erscheinungsbild, Verhalten, Bewusstsein, Orientierung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit,

Denken (formal und inhaltlich, inkl. Ängste und Zwange), Ich-Störungen, Wahrnehmung,

Intelligenz, Circadiane Besonderheiten, Affekte, Psychomotorik, Antrieb, Sonstiges

(Suizidalität, Eigengefahrdung, Fremdgefahrdung, Aggressivität, Ablehnung der

Behandlung, eventuelle Pflegebedürftigkeit, Mangel an Krankheitseinsicht, Mangel an

Krankheitsgefühl)

Zweite Frage Beisitzerin

Welche Störungen der Affektivität gibt es?

Hier musste ich alle aufzahlen und jede einzelne erklären.

(Dysphorie, Depressivität, Insuffizienzgefühle, Anhedonie, Affektarmut, Affektstarre,

Störungen der Vitalgefühle, Euphorie, gesteigerter Selbstwert, innere Unruhe, Gereiztheit,

Affektlabilität, Affektinkontinenz, lappischer Affekt, Parathymie, Ambivalenz, Gefühl der Gefühllosigkeit)

Erste Frage der zweiten Beisitzerin

Warum haben Sie diese Ausbildung gemacht und was haben Sie damit vor?

Zweite Frage der zweiten Beisitzerin

Was können Sie mir zur Demenz sagen?

Das war eine offene Frage, ich konnte alles erzählen was ich zum Thema Demenz weiß.

(Und da kann man ja viel erzählen)

Das war es schon, dauerte ca. 35 Minuten. Ich wurde nach draußen gebeten und nach zwei Minuten durfte ich wieder hinein. Mir wurde mitgeteilt das ich bestanden habe.