2012/05 Osnabrück



Prüfungsprotokoll Mai 2012 Osnabrück

 

Mündliche Überprüfung meiner Kenntnisse durch den Gutachterausschuss für Heilpraktiker, beschränkt auf dem Gebiet der Psychotherapien,

Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, im Mai 2012

Allgemeines:

Mein Vorgänger hat es nicht geschafft. Auf meine Fragen hin fühlte er sich fair behandelt. Er scheiterte an den tief greifenden Fragen, seiner Einschätzung nach dem Thema Nervensystem, psych. Notfall in der Praxis,

wen anrufen, Ablauf, Beispiele.

Mein Fazit:

--Für einen lockeren Start sorgte das Prüfungsteam: Thema Wetter …wie die Brathähnchen schmoren … (es waren 28´C Außentemperatur), es wurde gelacht.

--Die Fragen gingen durch mehrmaliges „Tiefernachfragen“ ins Detail.

…oft wurde das gesamte „Paket“ erfragt.

--Achten Sie darauf was Sie Sagen; es wird rausgespickt, detaillierte Fragen folgen, so z.B. „Sie erwähnten gerade …. könnten Sie mir das erklären …,

Mein Tipp; erklären Sie das mit Ihren Worten, Fachbegriffe wenn es angebracht ist.

--Und; ein bisschen Charme und Humor darf sein;

--Übrigens; abgesehen von dem feierlichen Handschlag zur bestandenen Prüfung; sehr gefreut hat mich deren Bemerkung: es hat uns Freude gemacht mit Ihnen …, auch ich bedankte mich diesbezüglich bei meinem Prüfungsteam.

Gedächtnisprotokoll (das in Klammern gesetzte: Antworten von mir)

--Was machen Sie im Moment? (Ich Coache…, meine Handwerkzeuge sind lösungsorientierte Interventionen …)

--sie bieten Integrierte Lösungsorientierte Kurzzeit Therapie an, also therapieren Sie bereits? (nein, ich begleite Menschen bei gewünschten Prozessveränderungen in Ihrem Leben, die Bezeichnung steht auf meinem Zertifikat, ich coache, und tat mich allerdings mit dieser Benennung auch ein wenig schwer). Mein folgender Hinweis auf das Heilpraktikergesetz,

§ 1, aus dem Jahr 1939, ließ diesbezüglich weitere Fragen nicht zu.

--..aber das tun wir doch auch,...Lösungen suchen, wo ist der Unterschied?

(die Psychoanalyse arbeitet auf deckend, Lösungsorientiert interveniert im Hier und Jetzt …)

…Sie erwähnten die Psychoanalyse ..., nennen Sie die Kernbereiche …,

…erklären Sie diese

… was versteht man unter den Begriffen „Übertragung,

…Gegenübertragung? Können Sie Beispiele nennen..?

…Sie erwähnten Carl R. Rogers, welche Art von Therapie ist das?

…Was unterscheidet diese von der Psychoanalyse? Was zeichnet diese aus?

…Was verstehen Sie unter den Begriff Empathie? Kongruenz?

…Wer beendet überhaupt die Therapie?

…Was sind seelische Störungen? Was löst diese aus?

…Was gibt es für Arten? (Ich erklärte nach dem Triadensystem von Schneider)

…Was sind Gedächtnisstörungen?

…Welche Leistungsgebiete werden betroffen? Beispiele.,

…Was sind affektive Störungen? Arten..? Merkmale..?(auf evtl. Notfall hinweisen)

…Was Sind Neurosen? Was sind Psychosen?

…Symptome der Depression?

…Erklären Sie, was ist eine Schizophrenie? Merkmale?

…Es gibt Einteilungen der unterschiedlichen Schizophrenie-Typen,

…Können Sie mir diese nennen?

…Was zeichnet deren Hauptmerkmale aus?

…Was genau ist eine Katatonie? Arten? Beispiele.

…Was löst eine Katatonie aus? (der Schreck) auf was ist zu achten?

(u.a. Notfall erwähnen)

…Was ist eine Halluzination? Arten? Beispiele. Evtl. Auslöser?

…Was ist eine akute Psychose? Wie tritt diese auf, bzw. einzelne Störungsbilder. (Notfall erwähnen).

…Was ist ein Wahn? Was ist ein Wahngedanke? Können Sie ein Beispiel nennen?

…Was ist Paranoid? Evtl. Auslöser? Hauptmerkmale

…Was sind negative Symptome?

…Was sind positive Symptome

...Sie erwähnten das Delirium Tremens. Erzählen Sie mehr davon.

Beginn? Verlauf? Die einzelnen Symptome? ( u.a. von Fall zu Fall unterschiedlich, grundsätzlich ein Notfall)

…Wie nennt man dieses gesamt? Es gibt hier noch einen anderen Begriff

(H…O…P…S…)

…Wie reagieren Sie darauf, wenn einer so in Ihrer Praxis gegenübersitzt?

…Wie äußert sich das? Woran merken Sie das? ( hier meine Gegenfrage:

(in welchem Zustand; bereits in seinem Bewusstsein geändert? Bzw. ist er wach? Tobsüchtig?)

…Nein, er sitzt vor Ihnen … ( also; von meinem psychopathologischen erhobenen Befund weiß ich erst einmal, er ist Alkoholabhängig, gegenwärtig nestelt er an seinen Sachen, hat den Tremor, schwitzt. Ich mache ihn darauf aufmerksam, erkläre Ihn seine akute evtl. lebensgefährliche Situation, deshalb sofort die Klinikeinweisung etc., falls Patient nicht krankheitseinsichtig ist, besteht eine akute Selbstgefährdung, erwähne nun die Zwangseinweisung)

… wen rufen Sie an (behandelnden psych.Arzt, oder sozial.amb.Dienst…)

… was ist eine Zwangseinweisung?

…wo ist dieser Vorgang geregelt?

…was ist dabei zu beachten (u.a. die einzelne Würde des Menschen)

…Anwendungsbereich?

…welche Voraussetzung hierzu muss erfüllt sein?

…wer regt an? Wer entscheidet dieses? Was gehört unbedingt dazu?

…Wenn das Amtsgericht nicht mehr zu erreichen ist?

…Was ist unter einer akuten Fremdgefährdung zu verstehen?

 

Dauer meiner Überprüfung ca. 45 Minuten

 

Recht herzlich möchte ich mich auch bedanken bei dem gesamten „Ehlert-Team“, die für mich gut unterstützend, bei Bedarf erreichbar waren.

Das Lehrmaterial gesamt im Paket, sehr gut aufgebaut und

strukturiert, einschließlich der Unterrichtsgestaltung und dem Verlauf.

Besonders Dir, liebe Beate, Du hast dafür gesorgt, dass das gesamte Unterrichtsprogramm diszipliniert, straff, mit Humor, Respekt für Deine Schüler, ausgleichend, und auf den Punkt gebracht, durchgeführt wurde.

Danke.

Auch Euch, liebe Kommilitonen, Danke, es war schön mit uns.