2015/05 Solingen



Gedächtnisprotokoll meiner mündl. Überprüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie am 04.05.2015

1 Vorsitzende und 3 Beisitzerinnen haben mich sehr freundlich und wohlwollend empfangen und die Atmosphäre im Raum war nie belastend. Meine Prüfung dauerte etwa 45 Min. Ich bekam ein Glas Wasser und was zu schreiben. Außerdem wurde mir gesagt, dass ich jederzeit nachfragen kann, wenn ich etwas nicht verstanden habe und ich könnte während der Fallbeispiele ruhig auch ins Rollenspiel gehen.

1.Vorsitzende: Sagen Sie mir doch bitte mal, was Sie aus psychopathologischer Sicht erfassen, wenn ein Klient das erste Mal zu Ihnen kommt. - Hier wollte man die Psych-Paths (aber nicht detailliert) hören, außerdem was einem schon während der ersten Minuten auffällt. - Dann ging Sie anhand eines Fallbeispiels einer depressiven Patientin direkt weiter und wollte wissen, wie ich weiter vorgehe. - Hier mussten die Fragen gestellt werden, um eine Suizidalität festzustellen. Bei Latenz – Krisenintervention. Bei akut- Vorgehen nach Psych.KG - Hier sollten auch noch die Leit- und häufigen Symptome der Depression genannt werden

2.Vorsitzende: Fallbeispiel: Rentner kommt in die Praxis und erzählt, dass seine Frau gestorben ist und er selbst hätte auch keine Lust mehr. Wie ist Ihre Verdachtsdiagnose? - Auch wenn ich sofort die Anpassungsstörung im Kopf hatte und Suizidalität, hab ich gesagt, dass ich den Patienten erstmal näher befragen würde bevor ich eine vorschnelle Diagnose gebe. Habe weiter exploriert (seit wann ist Ihre Frau schon verstorben? Haben Sie Angehörige, Hobbys u.s.w. ) alles verneint. Also akute Suizidalität bei einer Anpassungsstörung. - Ich musste dann noch einige typische Symptome nennen und gut.

3.Vorsitzende: Fallbeispiel: Mann, erfolgreich in Firma, viel zu tun hat immer Stress bei Meeting mit Kollegen, wenn er als Leiter des Projekts gefordert ist. Fühlt sich dann nicht ernst genommen. Schwitzt, zittert! Was meinen Sie? -Ich fragte dann weiter, ob er sich in anderen Situationen auch so fühlt? Nein! - Nochmal nachgehakt, ob er sich in einer Gruppe mit fremden Menschen auch so fühlt? Nein! Ich gehe auch nirgendwo hin! Hab dann noch ein bisschen gefragt und hab dann die „Soziale Phobie“ genannt - Außerdem waren zu nennen, die Differenzialdiagnosen…mögliche Therapien (Verhaltenstherapeutisch musste im Groben die Desensibilisierung erklärt werden), Entspannungsverfahren, Pharmaka (kurz einen für mich unangenehmen Schlenker zu den Medikamenten)

4.Vorsitzende: Nennen Sie mir doch bitte psychiatrische Notfälle: - Also Suizidalität, Delir, Erregungs-zustände u.s.w.

Nennen Sie mir doch mal die möglichen Faktoren für eine psychische Erkrankung: -Hier mussten von aktuellen Lebensumständen abgesehen die psychogenen, endogenen und exogenen Ursachen im Einzelnen genannt werden

Ich habe mit Lob die Prüfung bestanden 

Die Prüfung war schon sehr umfangreich. Ich würde sagen, in Solingen liegt der Schwerpunkt in Fallbeispielen (und hier ist es wirklich günstig sich vorzustellen, man redet mit einem Patienten, dem es nicht gut geht) die Suizidalität abzuschätzen und entsprechend zu handeln, eine Verdachtsdiagnose und Differenzialdiagnosen zu nennen sowie therapeutische Maßnahmen.

Das Gesundheitsamt in Solingen macht auf mich einen ausgesprochen positiven Eindruck. Vom Kontakt mit der Sekretärin Frau Klopp, über das freundliche Gebäude, den lächelnden Ärzten in den Gängen bis hin zur Prüfungsvorsitzenden, die einem erstmal beruhigend die Hand auf die Schulter legt, während sie dich in den Prüfungsraum begleitet liebe Grüße Marika