Mündlichen Überprüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie in Tübingen 11/2009
Gedächnisprotokoll der mündlichen Überprüfung in Tübingen 11/2009
Liebe Annette, liebe MitstreiterInnen!
Ja, auch ich habe es geschafft! Bin etwas erschöpft jetzt und glücklich. Eine sehr intensive Zeit liegt hinter mir, weil die tägliche Arbeit ja auch noch zu bewältigen war. Dabei hat sich ein Rhytmus ergeben von intensiver Lernarbeit und Pausen dazwischen und einer kurzen knackigen Finishphase. Dazwischengestreut Treffen mit Adelheid zum Gegenseitig-Abfragen. Das alles hat sich sehr bewahrt für mich. Ich bin in keiner Phase zu sehr unter Stress geraten. Das Tüpfelchen auf dem I war ein Prüfungscoaching mit einem VT-ler am Tag vor der 'Mündlichen' mit Rollenspielen und Prüfungssimulation. Danach waren Adelheid und ich sehr entspannt. Der Angstpegel stieg natürlich wieder, als ich vor der Tür wartete. Hier hat mir Deine Hypnoeinheit auf der CD sehr geholfen, Annette. Auch mein innerer Bibliothekar hat sich gemeldet und mich beruhigt: alle Bücher seien geordnet.
Der Kandidat vor mir ist leider durchgefallen, ich kam also in eine etwas eingetrübte Atmosphäre, habe es aber geschafft, mich nicht runterziehen oder einschüchtern zu lassen.
Was die PrüferInnen angeht, kann ich mich in allem Adelheid anschließen: sehr freundlich, ermutigend, an Stärken nicht an Schwächen interessiert.
Allerdings waren die Fragen wirklich teilweise knifflig. Da half das gelernte Wissen nicht immer, musste auch die Beratungspraxis oder schlicht der (hoffentlich) gesunde Menschenverstand herhalten. Am Schluss bekam ich noch ein ausführliches Feedback und hatte den Eindruck, dass sich die Prüfer mit mir gefreut haben.
Zu den einzelnen Fragen: Aus aktuellem Anlass fragte mich die Prüferin nach meiner Einschätzung zu dem Suizid des Torwarts Robert Enke. Dann folgten allgemeine Fragen zu Risikogruppen und ein Rollenspiel zur Abklärung von Suizidgefahr. Es ist wirklich wichtig, sich den genauen Ablauf einer Einweisung vorher nochmal klar zu machen!
Nächste Frage: Suizidgefahr bei Essstörungen. Dann ADHS: Allgemeines aber auch speziell Therapieformen. Auch mein Hinweis, dass ich keine Kinder behandeln würde, half nichts, ich musste konkrete Therapieschritte darstellen und erläutern, wie ich die Eltern mit einbeziehe und wie ich zu der pharmakologischen Behandlung stehe.
Dann war schon die Zeit rum.
Es kommt also, zumindest in Tübingen, sehr auf konkretes Wissen über die Behandlungsmethoden an. Vielleicht könnte da bei der Ausbildung noch mehr mit Filmen gearbeitet werden oder kleinen Rollenspielen. Das wäre auch von mir eine Anregung.
Nun bleibt mir noch Dir, Annette ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen!!! In Anbetracht der kurzen Zeit, hast Du uns eine ganze Menge beigebracht und vor allem Lust an dem Wissen vermittelt und immer wieder motiviert, nicht aufzugeben.
Euch, die Ihr es noch vor Euch habt, vor allem Dir, Hans, drücke ich gewaltig die Daumen. Lasst von Euch hören.
Alles Gute wünscht
Bettina