Gedächtnisprotokoll Prüfung Heilpraktiker 22.01.2021 Landratsamt Karlsruhe.
Ich hatte heute meine Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Anwesend waren Herr Bock, der Amtsarzt, ein psychologischer Psychotherapie und eine Heilpraktikerin.
Der psychologische Psychotherapeut fragte die meiste Zeit. Los ging es mit einem Fall: antriebsarm, belastet, Stimmungsschwankungen. Was das für Diagnosen wären? Ich: Depression, Manie / bipolare Störung oder PTSD. Dann kurz Kriterien Depression und Manie (aber nicht alle Punkte). Dann zur PTSD, von dort kamen wir zu Borderline. Was dort das Therapieverfahren sei? Ich: DBT, habe die erklärt, habe einfach viel dazu erzählt (Non Suizidvertrag, Phasen der Therapie). Was denn der Grundmechanismus des Verfahren sei? Ich: Emotionen, Emotionen sind bei Borderline Pat. zu stark und sie können sich schlecht beruhigen. Das war wohl halb richtig, er wollte noch auf etwas hinaus: Anspannung. Das Grundschema bei Borderline sei Anspannung und die DBT baue darauf auf, wie man diese Anspannung lösen könne. Sollte dann noch erklären, was Skills sind.
Zu Depression: Wie ich in der VT (war mein Schwerpunkt) vorgehen würde. Ich habe die klassischen Punkte der VT genannt (vertrauensvolle Bez., Diagnostik, Vulnerabilität-Stress Modell). Letztere dann etwas ausführlicher erklärt. Genauso wie Depressionskreis von Beck und Aktivitätsaufbau (Entspannung etc.).
Was denn das Problem wäre bei Depressionspatienten? Er wollte darauf hinaus, dass sie sehr anhänglich sein können, und man sie in der Therapie ermutigen muss, ihren eigenen Weg zu gehen.
Die Heilpraktikerin hat nichts gesagt, sie hat Protokoll geführt.
Der Amtsarzt: Was ich denn in den Vertrag mit Borderline Patienten reinschreiben würde? Ich: Non - Suizid, kein selbstverletzendes Verhalten. Außerdem noch pünktlich kommen, was tun bei Krisen (Psychiatrie). Außerdem: Wenn der Patient die Telefonnummer hat, vereinbaren, dass Therapeut z.B. 2 Tage Zeit hat, bis er zurückruft (also nicht ständig auf Abruf sein).
Psychologischer PT: Was denn ganz wichtig bei der Schizophrenie Therapie sei? Ich: Stabilisieren, stabilen Alltag. Das war aber wohl ein Schritt zu früh. Er wollte auf Medikamenten Compliance heraus (also was man macht, wenn Patient Medis absetzen will) und Vulnerabilitäts-Stress Modell. Mit diesem Modell könne der Patient verstehen lernen, warum sich eine Schizophrenie entwickelt habe. Das würde ihm helfen, therapiebereiter zu sein. Und auch die Medis zu nehmen.
Es waren noch ein paar andere Fragen. Die weiß ich gerade nicht mehr. Ich habe bestanden. Denke, mit ein bisschen lernen ist das gut zu schaffen.