Heilpraktikerprüfung Psychotherapie März 2022

01
Aussagenkombination

Bei einem 35-jährigen Patienten mit insulinpflichtigem Typ-1 Diabetes mellitus bemerken Sie während der psychotherapeutischen Behandlung Veränderungen. Welche der folgenden Symptome lassen Sie an eine Hypoglykämie denken?

1. Zittern
2. Unruhe
3. Reizbarkeit
4. Größenwahn
5. Gerötete überwärmte Haut (1 P)
A. Nur die Aussage 1 und 3 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2, und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 2, 3, 4, und 5 sind richtig

02
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Geschäftsunfähigkeit nach BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) besteht

1. bei nicht vollendetem siebten Lebensjahr
2. grundsätzlich im akuten Zustand einer psychischen Erkrankung
3. beim Vorliegen eines der freien Willensbestimmung ausschließenden Zustandes krankhafter Störung der Geistestätigkeit, sofern dieser nicht vorübergehend ist
4. bei Rechenstörung
5. bei Analphabetismus  

(1 P)
A. Nur die Aussage 3 ist richtig
B. Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

03
Mehrfachauswahl

Ein Therapeut beabsichtigt bei einem Patienten mit Prüfungsangst eine systematische Desensibilisierung durchzuführen.
Welche der folgenden Aussagen zur systematischen Desensibilisierung treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!
(je 1 P)
A. Es handelt sich um ein Reizkonfrontationsverfahren
B. Systematische Desensibilisierung ist bei chronischem Asthma bronchiale kontraindiziert
C. Systematische Desensibilisierung ist bei früherem Drogenkonsum kontraindiziert
D. Systematische Desensibilisierung ist bei Epilepsie kontraindiziert
E. Systematische Desensibilisierung ist bei starker kognitiver Vermeidung weniger erfolgversprechend

04
Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Unter Zerfahrenheit versteht man in der Psychotherapie (1 P)
A. das phänomenologische Bild der Parathymie
B. eine formale Denkstörung
C. eine Aufmerksamkeitsstörung
D. eine Störung der Affektivität
E. eine Bewusstseinsstörung

05
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
Nach Diagnosestellung einer schweren depressiven Episode

(1 P)
A. sollte die Akutbehandlung von einem Arzt durchgeführt werden
B) ist eine alleinige psychotherapeutische Behandlung meist ausreichend erfolgversprechend
C. muss die Behandlung wegen einer möglichen Suizidgefahr immer auf einer beschützenden Station eines psychiatrischen Fachkrankenhauses durchgeführt werden
D. ist eine kombinierte Behandlung, bestehend aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie, angezeigt
E. ist bei Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung ein Antipsychotikum das Medikament der Wahl

06
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Die Zwangsstörung (nach ICD-10)

1. beginnt meist in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter
2. wird als Psychotherapie der Wahl verhaltenstherapeutisch behandelt
3. ist überzufällig häufig mit einem depressiven Syndrom vergesellschaftet
4. verläuft häufig chronisch
5. wird durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen charakterisiert (1 P)
A. Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

07
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Hebephrenie treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten! (je 1 P)
A. Das Krankheitsbild ist unter anderem gekennzeichnet durch ungeordnetes Denken, weitschweifige Sprache sowie verantwortungsloses und unvorhersehbares Verhalten
B. Der Beginn der Erkrankung liegt meist zwischen der Pubertät und der Mitte des 3. Lebensjahrzehntes
C. Eindeutige und anhaltende Verflachung oder Inadäquatheit des Affektes können zwar in leichter Form vorkommen, bestimmen aber nicht das klinische Bild
D. Halluzinationen und Wahn bestimmen das klinische Bild
E. Die Störung wird meist rasch erkannt, da katatone motorische Erscheinungen im Vordergrund stehen

08
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Um einen sekundären Krankheitsgewinn kann es sich handeln bei:

1. Entlastung des Kranken von alltäglichen Verpflichtungen
2. Emotionale Zuwendung von Angehörigen
3. Aufmerksamkeit von Seiten des medizinischen Personals
4. Nachlassen von krankheitsbedingten Beschwerden
5. Krankheitsbedingte Berentung (1 P)
A. Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

09
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Symptome der generalisierten Angststörung sind:

1. Vegetative Symptome (Herzklopfen, Schweißausbrüche,
2. Psychische Symptome (Gefühl von Schwindel, Derealisation, Angst vor Kontrollverlust)
3. Häufige und unvorhersehbare Episoden von abrupt beginnender intensiver Angst  
4. Gedanken, die sich dauernd wiederholen und als unangenehm und unsinnig empfunden werden
5. Symptome der Anspannung (Muskelverspannung, Ruhelosigkeit, Nervosität) (1 P)
A. Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

10
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den nichtmedikamentösen Interventionen bei demenziellen Syndromen gehören:

1. Körperliche Aktivierung
2. Basale Stimulation
3. Ergotherapie
4. Realitätsorientierungstraining (ROT)
5. Supportive Psychotherapie  (1 P)
A. Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
D. Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

11
Einfachauswahl

Im Rahmen der Psychotherapie sind Gruppentherapien als Alternative zu Einzeltherapien denkbar.
Welche Aussage trifft zu? (1 P)
A. Eine auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis berechtigt grundsätzlich auch zur Durchführung einer Gruppentherapie
B. Gruppentherapien sind bei depressiven Störungen kontraindiziert
C. Gruppentherapie kommen nur bei der Behandlung zwischenmenschlicher Probleme in Frage
D. Die Wirkfaktoren sind in der Einzel- und Gruppentherapie völlig identisch
E. In methodenorientierten Psychotherapiegruppen geht es vor allem um die Bearbeitung gruppendynamischer Konflikte

12
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Klassische psychoanalytische Techniken, um unbewusste psychische Anteile zu verstehen, sind: (je 1 P)
A. Freies Assoziieren des Patienten während der Therapiestunde
B. Autosuggestion des Patienten während der Therapiestunde
C. Deutung von sogenannte Fehlleistungen
D. Strukturierte und standardisierte Interviews
E. Brainstorming

13
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Inhaber der auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis dürfen grundsätzlich im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung anbieten:

1. Bewusstseinsveränderung durch Gabe von LSD (psychotropes Halluzinogen)
2. kognitive Umstrukturierung
3. Training von berufsbezogenen Fähigkeiten
4. Kommunikationstraining
5. Einbeziehung von Freunden und Angehörigen des Patienten (1 P)
A. Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

14
Einfachauswahl

Ein Patient mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ spricht auf eine kognitive Umstrukturierung nicht an. Sie denken daher als Alternative zur Veränderung dysfunktionaler Kognitionen an ein Emotionsregulationstraining als Teil der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT).

Welche Aussage zum Emotionsregulationstraining trifft zu?

(1 P)
A. Eingeübt wird die Achtsamkeit für vergangene Gefühle
B. Der Patient soll befähigt werden, mit seinen Gefühlen umzugehen
C. Gefördert wird, sich stärker mit seinem Gefühl zu identifizieren
D. Der Patient wird bestärkt, die Wahrnehmung negativer Gefühle zu vermeiden und diese zu unterdrücken
E. Der Therapeut hilft dem Patienten dabei, problematische Gefühle (z.B. beängstigende Gedanken) zu verstärken

15
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
(je 1 P)
A. Interventionstechnik, bei der der Patient mit seinen Interpretationen konfrontiert wird
B. Das Fernbleiben eines Patienten von einer Therapiestunde, weil er keine Lust habe
C. Gleichschwebende Aufmerksamkeit des Analytikers gegenüber den Äußerungen des Patienten
D. Das Ziel eines Selbstbehauptungstrainings
E. Alles, was sich dem Fortschritt der Behandlung entgegenstellt

16
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Ausübung der Psychotherapie treffen zu?

Zu den Behandlungsformen der Psychotherapie werden gerechnet:

1. Homöopathie
2. Hypnotherapie
3. Psychopharmakotherapie
4. Logotherapie
5. Gestalttherapie (1 P)
A. Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

17
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Unkontrollierte Steigerung des Antriebs (Antriebsenthemmung) wird beobachtet

1. bei organischen psychischen Störungen
2. bei Dysthymia
3. bei Manie
4. nach Einnahme von Substanzen des Amphetamintyps
5. nach Einnahme von Alkohol (1 P)
A. Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B. Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

18
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den Symptomen bzw. Folgen eines häufigeren und chronischen Cannabiskonsums zählen:
 
1. Miosis  
2. Amotivationales Syndrom  
3. Echopsychosen (Flashbacks)
4. Misstrauisch-dysphorische Verstimmungszustände  
5. Schizophrenieartige paranoid-halluzinatorische Psychosen (1 P)
A. Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
B. Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
C. Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

19
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu chronischen Depressionen treffen am ehesten zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

(je 1 P)
A. Als chronisch wird eine Depression mit einer Symptomdauer ab 3 Monaten bezeichnet
B. Bei chronischen Verläufen der Depression kommen frühe negative Erfahrungen selten vor
C. Bei chronischen Formen der Depression finden sich erhöhte Raten an Persönlichkeitsakzentuierungen und -störungen
D. Chronische Depressionen sind deckungsgleich mit therapieresistenten Depressionen
E. Zur Behandlung von Patienten mit chronischer Depression kommen sowohl Psychotherapie als auch Pharmakotherapie in Betracht

20
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum SORKC-Modell aus der Verhaltenstherapie trifft (treffen) zu?

1. Stimulus (S) bezeichnet das sichtbare, problematische Verhalten
2. Das Modell berücksichtigt konstitutionelle und biologisch-physiologische Aspekte eines problematischen Verhaltens nicht
3. Ziel ist die Aufdeckung und Bearbeitung unbewusster psychischer Konflikte
4. Mit Hilfe des Modells lassen sich dem Klienten auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen eines problematischen Verhaltens vermitteln
5. Für die Therapieplanung ist das Modell ungeeignet  (1 P)
A. Nur die Aussage 4 ist richtig
B. Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C. Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

21
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Typische Symptome einer akuten Schizophrenie sind:

1. Gedankeneingebung
2. Wahnwahrnehmungen
3. Multiple Persönlichkeit
4. Sopor (1 P)
A. Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussage 1, 2 und 3 sind richtig
C. Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

22
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antwort (je 1 P)
A. Bei ADHS im Erwachsenenalter tritt Substanzmissbrauch gehäuft auf
B. Für die Diagnosestellung ist eine Dauer der Symptome von 4 Wochen ausreichend
C. Das klinische Bild von Betroffenen in der Kindheit verglichen mit dem von Betroffenen im Erwachsenenalter unterscheidet sich häufig
D. Die Diagnose lässt sich begrenzt auf bestimmte Lebensbereiche stellen (z.B. Schule)
E. Für das ADHS des Erwachsenenalters ist ein Symptombeginn nach der Pubertät charakteristisch

23
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Unterscheidung zwischen Demenz bei Alzheimer-Krankheit und Depression treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

(je 1 P)
A. Bei der Depression besteht meist eine deutliche Störung des Orientierungsvermögens und der Gedächtnisfunktionen
B. Ein korrekt ausgeführter Uhren-Zeichen-Test spricht gegen eine schwere Demenz
C. Ein Mini-Mental-Status-Test (MMST) wird bei der Diagnose und Verlaufskontrolle der Demenz verwendet
D. Der „typische“ depressive Patient überspielt seine Unsicherheiten um kompetent zu wirken
E. Der „typische" demente Patient im Frühstadium klagt über Vergesslichkeit und aggraviert seine Leistungseinbußen

24
Aussagenkombination

Auf welchen der folgenden Rechtsgrundlagen kann ein volljähriger Patient mit Schizophrenie ein einer geschlossenen Station eines psychiatrischen Krankenhauses aufgenommen werden?

1. Nach Beschluss einer Kommission der zuständigen Ärztekammer
2. Nach Strafrecht (StGB)
3. Nach dem Unterbringungsrecht des jeweiligen Landes (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz)
4. Nach bürgerlichem Recht (BGB, Betreuungsrecht) (1 P)
A. Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

25
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu affektiven Störungen (nach ICD-10) treffen zu?

1. Es wird zwischen einzelnen Episoden und Störungen unterschieden
2. Die depressive Episode kann mit oder ohne somatisches Syndrom auftreten
3. Der Schweregrad wird unter anderem in leicht, mittelgradig und schwer eingeteilt
4. Typische Merkmale des somatischen Syndroms sind frühmorgendliches Erwachen, Appetitverlust, Libidoverlust (1 P)
A. Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C. Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E. Alle Aussagen sind richtig

26
Einfachauswahl

Eine Patientin erzählt von einem Problem:
Sie habe seit Jahren immer wieder Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Herzstechen, Übelkeit, Durchfall, sexuelle Gleichgültigkeit, Kloß im Hals und Muskelschmerzen. Keiner der Fachärzte, die sie aufgesucht habe, habe etwas gefunden. Sie beklagt deren Inkompetenz. Sie haben den Verdacht auf eine Somatisierungsstörung.
Welche Aussage zum therapeutischen Vorgehen trifft zu? (1 P)
A. Der Therapeut sollte die Patientin ablehnen, weil die Beschwerden möglicherweise organisch bedingt sind
B. Da die Patientin stark körperlich leidet, ist automatisch von hoher Veränderungsmotivation auszugehen
C. Der Therapeut sollte die Patientin zu körperlichem Schonverhalten motivieren
D. Der Therapeut sollte gemeinsam mit der Patientin ein Störungsmodell erarbeiten
E. Der Therapeut sollte das „Checking-Verhalten“ (Selbstüberprüfung der Körperfunktionen, z.B. Blutdruck messen) der Patientin fördern und ihr empfehlen, diese zur Beruhigung einzusetzen

27
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Alkoholdelir treffen zu?

1. Es tritt meist innerhalb von Stunden bis Tagen nach plötzlicher Unterbrechung einer chronischen Zufuhr von Alkohol auf
2. Es tritt meist innerhalb von wenigen Minuten nach plötzlicher Unterbrechung einer chronischen Zufuhr von Alkohol auf
3. Im Vollbild eines Alkoholdelirs treten Orientierungsstörungen auf
4. Tremor ist ein typisches Symptom
5. Eine Komplikation eines Alkoholdelirs ist ein Übergang in ein Koma (1 P)
A. Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
B. Nur die Aussage 1, 4 und 5 sind richtig
C. Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D. Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E. Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

28
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Kennzeichnend für den „pathologischen Rausch" ist:
  (je 1 P)
A. Rausch durch pathologisch gesteigerte Trinkmenge
B. Rausch durch illegale Droge mit einem Erscheinungsbild eines üblichen Alkoholrausches
C. Auftreten psychopathologsicher Symptome, wie z.B. Situationsverkennung
D. Der Rausch geht im Regelfall über in ein manifestes Alkoholdelir
E. Auftreten nach Zufuhr einer relativ geringen Menge Alkohol


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