Heilpraktikerprüfung März 2026

01
Aussagenkombination
 

Welche der folgenden Aussagen treffen auf die paranoide Persönlichkeitsstörung zu?
 
1. Die Störung ist durch ein tiefgreifendes, überdauerndes Misstrauen gegenüber anderen Menschen gekennzeichnet.
2. Betroffene zeigen häufig eine emotionale Kälte und Neigung zu sozialen Rückzügen.
3. Die Störung gehört zum schizophrenen Formenkreis.
4. Typisch ist ein stabiles, seit dem frühen Erwachsenenalter bestehendes Verhaltensmuster
5. Die Behandlung erfolgt primär medikamentös mit Antipsychotika.

Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

02
Aussagenkombination
 

Welche der folgenden Aussagen zur International Classification of Diseases (ICD) sind richtig?

1. In Deutschland werden Erkrankungen, Verletzungen und andere gesundheitliche Umstände gemäß der ICD-10 kodiert. 
2. Neben der ICD-10 gibt es andere Klassifikationssysteme, z.B. DSM-5. 
3. Im Kapitel G00 bis G99 sind psychische und Verhaltensstörungen kodiert. 
4. In der ICD-10 sind die Kriterien definiert, nach denen die einzelnen Diagnosen vergeben werden können.
5. Wenn ein Patient / eine Patientin die Kriterien für zwei psychische Erkrankungen erfüllt, muss die Diagnose gewählt werden, bei die höhere Anzahl von Kriterien erfüllt wird. 

Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

03
Mehrfachauswahl
 

Welche der folgenden Aussagen zum Vulnerabilitäts-Stress-Modell sind richtig?  
Wählen Sie zwei Antworten!  (je 1 P)
A) Genetische Faktoren spielen im Vulnerabilitäts-Stress-Modell keine Rolle.
B) Empathie ist ein Hauptbestandteil der individuellen Vulnerabilität.
C) Bei den meisten psychischen Erkrankungen geht man von einer multifaktoriellen Genese aus.
D) Bei schweren Belastungen und / oder Substanzmissbrauch können auch Menschen mit einer geringen Vulnerabilität erkranken.
E) Natürliche Veränderungen (z.B. Adoleszenz oder Menopause) sind keine Stressoren im Sinne des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.

04
Mehrfachauswahl 

Das ADMP-System ist ein anerkannter Standard zur methodischen Dokumentation psychiatrischer Befunde. 

(je 1 P)
A) Unter Merkfähigkeitsstörungen versteht man eine Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, Informationen länger als ca. 10 Minuten zu speichern.
B) Eine Auffassungsstörung bezeichnet eine Störung der Fähigkeit, Äußerungen und Texte in ihrer Bedeutung zu verstehen.
C) Grübeln gehört zu den inhaltlichen Denkstörungen.
D) Ratlosigkeit ist eine formale Denkstörung.
E) Beim systematisierten Wahn können die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Inhalten logisch oder auch paralogisch sein.

05
Aussagenkombination 

Welche der folgenden Aussagen zu depressiven Störungen sind richtig?   

1. Zur Diagnose einer depressiven Störung gemäß ICD-10 müssen mindestens zwei Hauptsymptome vorliegen. 
2. Suizidgedanken oder -handlungen gehören zu den Hauptsymptomen der Depression. 
3. Interessenverlust oder Freudlosigkeit gehören zu den Hauptsymptomen der Depression. 
4. Neben einem verminderten Appetit kann bei der Depression auch ein gesteigerter Appetit auftreten. 
5. Der Schweregrad einer Depression wird anhand der Anzahl der Haupt- und Zusatzsymptome bestimmt. 


Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

06
Einfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Suchterkrankungen ist richtig? 

Wählen Sie eine Antwort!

(1 P)
A) In der Kategoriegruppe F1 in der ICD-10 werden neben den substanzbezogenen auch die verhaltensbezogenen Suchterkrankungen erfasst.
B) Infolge der (Teil-) Legalisierung von Cannabis kann die Diagnose einer Cannabisabhängigkeit nicht mehr vergeben werden.
C) Eine Suchterkrankung im engeren Sinn liegt vor, wenn bei Abstinenz körperliche Entzugserscheinungen auftreten.
D) Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen spielt das limbische System.
E) Das Suchtpotential von Cannabis ist deutlich höher als das von Alkohol oder Nikotin.

07
Aussagenkombination

Herr L., 24 Jahre, wird von seiner Schwester vorgestellt. Seit ca. 3 Monaten wirke er zunehmend zurückgezogen, spreche wenig und reagiere oft verspätet auf Fragen. Weiter gibt die Schwester ergänzend an, ihr Bruder wirke manchmal „verängstigt“ und sei misstrauisch gegenüber Fremden.Der Patient selbst berichtet, Stimmen zu hören, die ihm sagen würden, er sei „schlecht“ und dass er überzeugt sei, dass andere ihn beobachten würden. In der Arbeit falle es ihm schwer, Aufgaben zu planen oder zu Ende zu bringen.

Welche der folgenden Diagnosen kommen am ehesten in Betracht?

1. ParanoideSchizophrenie 
2. Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen 
3. Schizoaffektive Störung 
4. Bipolare affektive Störung, manische Episode 
5. Angststörung  (1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2, und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

08
Aussagenkombination 
 

Welche der folgenden Aussagen zur bipolaren Störung sind richtig?  


1. Die Diagnose einer bipolaren Störung kann nach Feststellung je einer depressiven und einer manischen oder hypomanischen Phase gestellt werden.
2. Das Rezidivrisiko ist bei der bipolaren Störung generell als hoch bis sehr hoch einzustufen.
3. Eine Behandlung in der akuten Phase der Erkrankung ist ausreichend.
4. „Rapid Cycling“ bezeichnet schnell aufeinanderfolgende depressive Episoden. 
5. Der Einsatz einer sogenannten „Phasenprophylaxe“ sollte erwogen werden. 

Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

09
Einfachauswahl
 

Welche der folgenden Aussagen zu Orientierung / Orientierungsstörungen ist falsch? 

Wählen Sie eine Antwort!

(1 P)
A) Ein vollständiger psychopathologischer Befund muss auch Aussagen zur Orientierung enthalten.
B) Es gibt 3 (drei) Dimensionen der Orientierung.
C) Orientierungsstörungen können stabil oder fluktuierend auftreten.
D) Bei der Beschreibung von Orientierungsstörungen sollte der Schweregrad mit angegeben werden.
E) Eine schwergradige Desorientierung kann freiheitsentziehende Maßnahmen begründen.

10
Einfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen ist richtig? 

Wählen Sie eine Antwort!

(1 P)
A) Zwangsstörungen werden in aller Regel als Ich-synton erlebt.
B) Die Enuresis nocturna des Kindesalters gehört zu den Zwangsstörungen.
C) Menschen mit einer Zwangsstörung können die Sinnlosigkeit oder Ineffizienz ihrer Zwangshandlungen krankheitsbedingt nicht erkennen.
D) Stereotype Zwangshandlungen werden oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Schadenserlebnis erlebt.
E) Zwangsgedanken werden von den Betroffenen nicht als quälend erlebt.

11
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Störungen gehören (gemäß ICD-10) zu den anhaltenden affektiven Störungen? 

Wählen Sie zwei Antworten! 

(je 1 P)
A) Depressive Episode
B) Dysthymie
C) Bipolare Störung
D) Manie
E) Zyklothymie

12
Mehrfachauswahl
 

Im Jahr 2023 beendeten ca. 10.300 Menschen ihr Leben durch eine Suizid. Schätzungen zufolge lag die Anzahl der Suizidversuche rund zehn Mal so hoch.
Welche der folgenden Aussagen zu Suizidalität sind richtig?  (je 1 P)
A) Die Mehrzahl der vollendeten Suizide wurde von Männern im Alter von 50 Jahren und darüber durchgeführt.
B) Frühere Suizidversuche sind kein Risikofaktor für einen vollendeten Suizid im Verlauf.
C) Suizide und Suizidversuche stehen zwangsläufig im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen.
D) Einem Suizid geht stets ein präsuizidales Syndrom voraus.
E) Maßnahmen zur Suizidprävention wie z.B. das Sichern von hohen Gebäuden durch Absperrgitter oder Fangnetze sind Teil der sogenannten Verhältnisprävention.

13
Einfachauswahl
 

Es existiert keine einheitliche Definition der Intelligenz. Dennoch sind Aussagen über die menschliche Intelligenz möglich. 
Welche der folgenden Aussagen zu Intelligenz ist richtig? 

Wählen Sie eine Antwort!

(1 P)
A) Je nach Testverfahren haben IQ-Werte meist einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat einen IQ-Wert zwischen 85 und 115.
B) Menschen mit einem IQ von >120 werden auch als „intellektuell hochbegabt“ bezeichnet.
C) Ein Erwachsener mit einem IQ von 35-49 hat ungefähr ein Intelligenzalter von 3-6 Jahren.
D) Ab einem IQ von unter 70 spricht man von einer Intelligenzminderung, was einer geistigen Behinderung entspricht.
E) Eine Intelligenzminderung geht immer mit einer deutlichen Verhaltensstörung einher.

14
Aussagenkombination 

Welche der folgenden Aussagen zur Einwilligungsfähigkeit sind richtig? 

1. Vor dem Beginn einer Behandlung muss der Heilpraktiker / die Heilpraktikerin die Einwilligungsfähigkeit des Patienten / der Patientin feststellen. 
2. Besteht keine Geschäftsfähigkeit, liegt auch keine Einwilligungsfähigkeit vor.
3. Besteht keine Einwilligungsfähigkeit, liegt auch keine Geschäftsfähigkeit vor. 
4. Bei Jugendlichen hängt die Einwilligungsfähigkeit nicht nur vom Alter, sondern auch der individuellen geistigen und sittlichen Reife ab. 
5. Bei Jugendlichen ist Einwilligungsfähigkeit ab dem vollendeten 16. Lebensjahr anzunehmen 

Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination! (1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

15
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu somatoformen Störungen sind richtig? 

Wählen Sie zwei Antworten! 
(je 1 P)
A) Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung beruht auf physiologischen Prozessen im peripheren vegetativen Nervensystem.
B) Somatoforme Störungen können auch ohne somatische Abklärung diagnostiziert werden.
C) Bei der klassischen Somatisierungsstörung sind multiple, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome charakteristisch.
D) Daumenlutschen und Nägelkauen gehören zu den somatoformen Störungen.
E) Pathognomisch für die somatoforme autonome Funktionsstörung sind subjektive Symptome, die so geschildert werden, als beruhten sie auf einem System oder Organ, das weitgehend oder vollständig vegetativ innerviert ist.

16
Mehrfachauswahl 

Welche der folgenden Aussagen zur Dopaminhypothese sind richtig? 

Wählen Sie zwei Antworten! 


(je 1 P)
A) Dopamin ist ein ausschließlich ein zentralnervöser Botenstoff.
B) Laut der Dopaminhypothese ist eine Überaktivität des dopaminergen Systems der Auslöser des Parkinsonsyndroms.
C) Dopamin ist die alleinige Ursache für Suchterkrankungen.
D) Laut der Dopaminhypothese ist eine Überaktivität des dopaminergen Systems der Auslöser schizophrener Symptome.
E) Haloperidol ist eines der (historisch) ersten antipsychotisch wirksamen Medikamente.

17
Einfachauswahl 

Herr M., 21 Jahre, Ausbildung zum Bürokaufmann, berichtet von Antriebslosigkeit, Interessenverlust und Schuldgefühlen seit ca. 6 Monate. Er schlafe viel, fühle sich morgens besonders schlecht und habe manchmal passive Todeswünsche. Auf Nachfrage berichtet der Patient: vor zwei Jahren habe er eine etwa einwöchige Phase mit deutlich erhöhter Energie, vermindertem Schlafbedürfnis und übertriebenen Online-Käufen erlebt.

Welche der folgenden Diagnosen ist die wahrscheinlichste?  (1 P)
A) Unipolare depressive Episode
B) Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
C) Bipolare affektive Störung, gegenwärtig depressive Episode
D) Zyklothyme Störung
E) Schizoaffektive Störung

18
Einfachauswahl  

Zur Abklärung einer psychischen Erkrankung muss eine ausführliche Anamnese erhoben werden. 
Welche der folgenden Aussagen zur Erhebung der Anamnese ist richtig? 

Wählen sie eine Antwort! 

(1 P)
A) Die Anamnese sollte möglichst mit dichotomen (geschlossenen) Fragen erhoben werden.
B) Frühere Erkrankungen sind nicht Teil der Anamnese.
C) Aktuelle Lebensumstände und die Biographie spielen keine Rolle.
D) Allergien sollten nur aufgenommen werden, wenn entsprechende Testergebnisse vorliegen
E) Ziel der Anamnese sind Diagnosefindung, Therapieplanung und Risikobewertung.

19
Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu psychiatrischen Notfällen sind richtig? 

Ein psychiatrischer Notfall…

1. ist ein Zustand, der einen unmittelbaren Handlungszwang zur Abwendung von Lebensgefahr oder von anderen schwerwiegenden Folgen mit sich bringt.
2. erfordert eine sofortige, an der akuten Symptomatik orientierte , gezielte Therapie.
3. entsteht immer auf der Grundlage einer vorbestehenden psychiatrischen Erkrankung.
4. muss auf einer psychiatrischen Station behandelt werden.
5. erfordert eine Einweisung nach dem jeweils gültigen Landesgesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen. 

Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

20
Mehrfachauswahl 

Welche der folgenden Aussagen zum Parkinsonoid sind richtig? 

Wählen Sie zwei Antworten! 

(je 1 P)
A) Zur klassischen Symptomatik gehören Rigor, Tremor und Akinese.
B) Ein Parkinsonoid kann mit Antipsychotika behandelt werden.
C) Ein Parkinsonoid kann durch Antipsychotika verursacht werden.
D) Ein hoher Lithiumspiegel spricht gegen ein Parkinsonoid.
E) Ein Parkinsonoid ist ein Synonym für die Parkinson-Erkrankung.

21
Einfachauswahl 

Welche der folgenden Aussagen zu Persönlichkeitsstörungen ist falsch?  

Wählen sie eine Antwort! 


(1 P)
A) Die schizoide Persönlichkeitsstörung ist u.a. gekennzeichnet durch ein einzelgängerisches Verhalten und ein nur begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken.
B) Patienten mit einer abhängigen (asthenischen) Persönlichkeitsstörung verlassen sich bei Entscheidungen häufig passiv auf andere.
C) Die dissoziale Persönlichkeitsstörung inkludiert auch die sogenannte „soziopathische“ und „psychopathische“ Persönlichkeitsstörung.
D) Patienten mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung versuchen Aufmerksamkeit zu vermeiden und neigen zu sozialem Rückzug.
E) „Borderline“ ist ein Sub-Typ der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung.

22
Mehrfachauswahl

Herr B, 86 Jahre, wird von seiner Ehefrau in ihre Praxis gebracht. Seit dem Vortag wirke er zunehmend verwirrt, könne sich schlecht konzentrieren und finde sich außerhalb der Wohnung nicht mehr zurecht. Nachts sei er unruhig, tagsüber schläfrig. Außerdem sei er in den letzten Monaten häufiger vergesslich gewesen, habe Wortfindungsstörungen gezeigt, öfter seine Schlüssel verlegt und sich z.B. beim Online-Banking schwergetan. Seit zwei Tagen klage er zudem über Brennen beim Wasserlassen.

Welche der folgenden Verdachtsdiagnosen sind die wahrscheinlichsten? 

Wählen Sie zwei Antworten! 

(je 1 P)
A) Schlaf-Apnoe-Syndrom
B) Alzheimer Demenz
C) Delir bei Infektion
D) Leichte depressive Episode
E) Schizoaffektive Störung

23

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Bewusstseinsstörungen sind richtig? 

Wählen Sie zwei Antworten! 

(je 1 P)
A) Ein komatöser Patient kann durch das Setzen starker Schmerzreize erweckt werden.
B) Man unterscheidet quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen.
C) Bewusstseinseintrübung gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen.
D) Benommenheit gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen.
E) Qualitative Bewusstseinsstörungen beeinträchtigen nicht die Kontaktierbarkeit des Betroffenen.

24
Aussagenkombination 

Welche der folgenden Aussagen zur emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ sind richtig?
 

1. Selbstverletzendes Verhalten ist ein obligates Symptom zur Diagnosestellung. 
2. Impulsives Verhalten ist auch ein Diagnosekriterium des Borderline-Typs. 
3. Die Mehrzahl der von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung Betroffenen berichtet von traumatischen Ereignissen 
in der Vorgeschichte. 
4. Insbesondere impulsive Verhaltensweisen sind einer geeigneten psychotherapeutischen Behandlung gut zugänglich und können gebessert werden.
5. Die medikamentöse Behandlung spielt eine entscheidende Rolle in der Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung. 


Wählen Sie eine richtige Aussagenkombination!

(1 P)
A) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

25
Einfachauswahl 

Welches der folgenden Symptome gehört zu den Ich-Störungen?  

Wählen sie eine Antwort! 

(je 1 P)
A) Sprachverarmung
B) Apathie
C) Gedankenabriss
D) Gedankenentzug
E) Negativismus

26
Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie sind richtig? 

Wählen Sie zwei Antworten!  (je 1 P)
A) Eine psychopharmakologische Behandlung mit Antipsychotika ist zentraler Bestandteil der Akut-Therapie.
B) Eine Demenzerkrankung kann eine Schizophrenie auslösen.
C) Die Konkordanzrate bei Schizophrenie liegt bei eineiigen Zwillingen nahe bei 50%.
D) Cannabiskonsum kann das Erkrankungsrisiko vermindern.
E) Die Mehrzahl der Neuerkrankungen geht auf Hirnerkrankungen oder Drogenkonsum zurück.

27
Mehrfachauswahl 

Welche der folgenden Aussagen zu Dokumentations- und Schweigepflichten von Heilpraktikern sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!  (je 1 P)
A) Heilpraktiker haben ein Zeugnisverweigerungsrecht gemäß §53 StPO.
B) Heilpraktiker unterliegen der zivilrechtlichen Schweigepflicht.
C) Heilpraktiker stehen unter der Disziplinaraufsicht ihrer Berufsverbände.
D) Heilpraktiker haben hinsichtlich ihrer Dokumentation nur eine allgemeine Sorgfaltspflicht.
E) Vor Gericht müssen Heilpraktiker auf jeden Fall aussagen.

28
Einfachauswahl 

Bei einer Depression können auch wahnhafte oder psychotische Symptome auftreten. Welche der folgenden Aussagen zur wahnhaften Depression ist richtig? Wählen Sie eine Antworten!  (1 P)
A) Wenn bei einer Depression wahnhafte oder psychotische Symptome auftreten, ist diese stehts als schwergradig einzustufen.
B) Psychotische Symptome im Rahmen einer Depression treten ausschließlich in Form von akustischen Halluzinationen auf.
C) Die große Mehrheit der schwergradigen Depressionen gehen mit psychotischen Symptomen einher.
D) Ein typisches Wahnthema bei der wahnhaften Depression ist der Größenwahn.
E) Eine medikamentöse Behandlung ist bei einer wahnhaften Depression nicht indiziert.


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